Selva Viva

© Amaselva e.V.
Selva Viva bedeutet „lebendiger Wald“ und bezeichnet im weiteren Sinne ein privates Regenwaldschutzprojekt am Rio Napo in der Provinz Tena in Ecuador. Das circa 1.700 ha große Waldgebiet besteht größtenteils aus Primärregenwald und beherbergt eine artenreiche Flora und Fauna. Mehr als 500 ha sind darüber hinaus Teil eines staatlich eingetragenen Schutzwaldes (bosque protector). In der Region hat sich Selva Viva zu einem Vorzeigeprojekt entwickelt. Heute verdienen viele Einheimische direkt oder indirekt ihr Einkommen in Selva Viva und den Partnerprojekten, was den effektivsten Regenwaldschutz darstellt: Leben und Arbeiten im intakten Primärwald. Finanziell getragen werden die Kosten zum Erhalt des Waldes zum allergrößten Teil durch die Schweizer Genossenschaft zum Schutz des Regenwaldes (GSR) und ihrem Pendant, der Fundacion Selva viva in Ecuador (FCP). Trotz allen privaten und staatlichen Schutzmaßnahmen schreitet die Zerstörung der Regenwälder in der gesamten Amazonasregion weiterhin rapide voran. So wurden seitens der GSR sowie der FCP Maßnahmen zur Abwehr von illegaler Rodung, Wilderei und Goldgewinnung erforderlich. Illegale Goldminen haben sich in jüngster Zeit zur größten Gefahr der Regenwälder rund um das Waldgebiet Selva Viva kristallisiert. So konnte vor Ort wertvoller Regenwald erhalten und ein Fortschreiten von Minen im direkten Umland des Schutzwaldes vorerst unterbunden werden. Selva Viva ist inzwischen ein wichtiges Bollwerk zum Schutz der tropischen Regenwälder am Rio Napo. Werde auch du aktiv: z.B. durch Spenden oder aktive Mitarbeit bei AmaSelva e.V. oder vor Ort Geschichte Das Projekt Selva Viva entsteht in den frühen Neunziger Jahren mit der Idee, eine Wildtier- Auswilderungsstation zu gründen und primären Regenwald aufzukaufen, um ihn unter Schutz zu stellen. 1993 wird der amaZOOnico gegründet und schon im folgenden Jahr vom ecuadorianischen Staat anerkannt. In der Schweiz wird 1993 die Genossenschaft zum Schutz des Regenwaldes (GSR) gegründet. Der Kauf von Waldflächen für den Schutzwald Selva Viva wird durch die Ausgabe von Anteilscheinen finanziert. Bis heute hat die GSR über 150 Genossenschafter und wächst weiterhin. Im Laufe der Jahre wächst Selva Viva um weitere wichtige Partnerprojekte und Förderer: 2001 wird die Urwaldschule Sacha Yachana Wasi Christina (link auf externe Website) gegründet. Für einige Jahre erfolgte hier ein moderner Unterricht in drei Sprachen (Kichwa, Spanisch und Deutsch), der durch Paten in Europa gefördert wurd. Seit Verstaatlichung der Schule findet der Unterricht wie zu Beginn des Projektes nur noch eingeschränkt statt. 2005 gründet eine Gruppe ehemaliger Volontäre den Verein Padrinos del amaZOOnico (link auf externe Website), mit dem Ziel, die Tierauswilderungsstation zu unterstützen und untereinander weiterhin Kontakte zu pflegen. 2011 wird der Grundstein für den Verein "AmaSelva e.V.“ gelegt. Zu jener Zeit waren Mitglieder der Waldgruppe von Greenpeace Freiburg auf der Suche nach einem Urwaldschutzprojekt, welches man personell und fachlich unterstützen könnte. Bei einer Südamerika- Reise wurden unser jetziger erster Vorsitzender und seine Freundin auf Selva Viva aufmerksam. Nach der Rückkehr nach Deutschland wurde der Kontakt intensiviert und durch regelmäßige Aktionen, wie Foto-Multivisionsshows, konnten fortan 50% des Gehaltes einer der beiden Waldhüter finanziert werden. 2013 und 2017 waren wir dabei auch vor Ort aktiv mithelfend, sowie 2017 mit wichtigen Kartierungsarbeiten zum Teilprojekt Finca Liza. Finca Liza und ein Arbeitsaufenthalt in Selva Viva (Link auf externe Website) Im Jahr 2020 wird die Finca Don Sigifredo (link auf externe Website) als Modellfarm zur nachhaltigen Bewirtschaftung des Regenwades gegründet. Inzwischen hat sie sich zu einem Kompetenzzentrum zur Bambusverarbeitung entwickelt. Die Finca leistet auch einen wichtigen Beitrag in der Renaturierung und Wiederaufforstung gerodeter Flächen mit Patenschaftsbäumen. Über AmaSelva e.V. können Urkunden für Patenschaftsbäume erworben werden. Im Jahr 2020 wird AmaSelva als eigetragener Verein in Freiburg i. Brsg. gegründet. Mit AmaSelva möchten wir das Projekt Selva Viva dort zu unterstützen, wo es am dringendsten notwendig ist. Durch die Anerkennung als gemeinnütziger Verein geben wir Spenderinnen und Spendern die Möglichkeit, ihr großzügiges Engagement auch steuerlich geltend zu machen. Darüber hinaus stehen wir der FCP Selva Viva und auch der Finca Don Sigifredo mit Rat- und Sachverstand zur Seite und stehen im regelmäßigen Austausch mit allen Schlüsselpersonen von Selva Viva. Seit Gründung haben wir zahlreiche Sachmittel finanziert wie z.B. eine Drohne, Wildtierkameras, Ausrüstung der Waldhüter und vieles mehr. Insbesondere die 2021 erworbene Drohne leistet wertvolle Arbeit in der Überwachung des Schutzwaldes und Erfassung illegaler Goldminen.
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Selva Viva bedeutet „lebendiger Wald“ und bezeichnet im weiteren Sinne ein privates Regenwaldschutzprojekt am Rio Napo in der Provinz Tena in Ecuador. Das circa 1.700 ha große Waldgebiet besteht größtenteils aus Primärregenwald und beherbergt eine artenreiche Flora und Fauna. Mehr als 500 ha sind darüber hinaus Teil eines staatlich eingetragenen Schutzwaldes (bosque protector). In der Region hat sich Selva Viva zu einem Vorzeigeprojekt entwickelt. Heute verdienen viele Einheimische direkt oder indirekt ihr Einkommen in Selva Viva und den Partnerprojekten, was den effektivsten Regenwaldschutz darstellt: Leben und Arbeiten im intakten Primärwald. Finanziell getragen werden die Kosten zum Erhalt des Waldes zum allergrößten Teil durch die Schweizer Genossenschaft zum Schutz des Regenwaldes (GSR) und ihrem Pendant, der Fundacion Selva viva in Ecuador (FCP). Trotz allen privaten und staatlichen Schutzmaßnahmen schreitet die Zerstörung der Regenwälder in der gesamten Amazonasregion weiterhin rapide voran. So wurden seitens der GSR sowie der FCP Maßnahmen zur Abwehr von illegaler Rodung, Wilderei und Goldgewinnung erforderlich. Illegale Goldminen haben sich in jüngster Zeit zur größten Gefahr der Regenwälder rund um das Waldgebiet Selva Viva kristallisiert. So konnte vor Ort wertvoller Regenwald erhalten und ein Fortschreiten von Minen im direkten Umland des Schutzwaldes vorerst unterbunden werden. Selva Viva ist inzwischen ein wichtiges Bollwerk zum Schutz der tropischen Regenwälder am Rio Napo. Werde auch du aktiv: z.B. durch Spenden oder aktive Mitarbeit bei AmaSelva e.V. oder vor Ort Geschichte Das Projekt Selva Viva entsteht in den frühen Neunziger Jahren mit der Idee, eine Wildtier- Auswilderungsstation zu gründen und primären Regenwald aufzukaufen, um ihn unter Schutz zu stellen. 1993 wird der amaZOOnico gegründet und schon im folgenden Jahr vom ecuadorianischen Staat anerkannt. In der Schweiz wird 1993 die Genossenschaft zum Schutz des Regenwaldes (GSR) gegründet. Der Kauf von Waldflächen für den Schutzwald Selva Viva wird durch die Ausgabe von Anteilscheinen finanziert. Bis heute hat die GSR über 150 Genossenschafter und wächst weiterhin. Im Laufe der Jahre wächst Selva Viva um weitere wichtige Partnerprojekte und Förderer: 2001 wird die Urwaldschule Sacha Yachana Wasi Christina (link auf externe Website) gegründet. Für einige Jahre erfolgte hier ein moderner Unterricht in drei Sprachen (Kichwa, Spanisch und Deutsch), der durch Paten in Europa gefördert wurd. Seit Verstaatlichung der Schule findet der Unterricht wie zu Beginn des Projektes nur noch eingeschränkt statt. 2005 gründet eine Gruppe ehemaliger Volontäre den Verein Padrinos del amaZOOnico (link auf externe Website), mit dem Ziel, die Tierauswilderungsstation zu unterstützen und untereinander weiterhin Kontakte zu pflegen. 2011 wird der Grundstein für den Verein "AmaSelva e.V.“ gelegt. Zu jener Zeit waren Mitglieder der Waldgruppe von Greenpeace Freiburg auf der Suche nach einem Urwaldschutzprojekt, welches man personell und fachlich unterstützen könnte. Bei einer Südamerika-Reise wurden unser jetziger erster Vorsitzender und seine Freundin auf Selva Viva aufmerksam. Nach der Rückkehr nach Deutschland wurde der Kontakt intensiviert und durch regelmäßige Aktionen, wie Foto- Multivisionsshows, konnten fortan 50% des Gehaltes einer der beiden Waldhüter finanziert werden. 2013 und 2017 waren wir dabei auch vor Ort aktiv mithelfend, sowie 2017 mit wichtigen Kartierungsarbeiten zum Teilprojekt Finca Liza. Finca Liza und ein Arbeitsaufenthalt in Selva Viva (Link auf externe Website) Im Jahr 2020 wird die Finca Don Sigifredo (link auf externe Website) als Modellfarm zur nachhaltigen Bewirtschaftung des Regenwades gegründet. Inzwischen hat sie sich zu einem Kompetenzzentrum zur Bambusverarbeitung entwickelt. Die Finca leistet auch einen wichtigen Beitrag in der Renaturierung und Wiederaufforstung gerodeter Flächen mit Patenschaftsbäumen. Über AmaSelva e.V. können Urkunden für Patenschaftsbäume erworben werden. Im Jahr 2020 wird AmaSelva als eigetragener Verein in Freiburg i. Brsg. gegründet. Mit AmaSelva möchten wir das Projekt Selva Viva dort zu unterstützen, wo es am dringendsten notwendig ist. Durch die Anerkennung als gemeinnütziger Verein geben wir Spenderinnen und Spendern die Möglichkeit, ihr großzügiges Engagement auch steuerlich geltend zu machen. Darüber hinaus stehen wir der FCP Selva Viva und auch der Finca Don Sigifredo mit Rat- und Sachverstand zur Seite und stehen im regelmäßigen Austausch mit allen Schlüsselpersonen von Selva Viva. Seit Gründung haben wir zahlreiche Sachmittel finanziert wie z.B. eine Drohne, Wildtierkameras, Ausrüstung der Waldhüter und vieles mehr. Insbesondere die 2021 erworbene Drohne leistet wertvolle Arbeit in der Überwachung des Schutzwaldes und Erfassung illegaler Goldminen.
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